Keilriemen wechseln » Kosten · Intervall · Symptome

Erfahre, wie hoch die Keilriemen wechseln Kosten in der Werkstatt ausfallen.
In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte zum Thema Keilriemen wechseln. Wir beantworten Fragen wie: Wie hoch fallen die Kosten in der Werkstatt aus? Welche Symptome deuten auf einen gerissenen oder defekten Keilriemen hin? Kann ich bei einem Defekt noch weiterfahren und wie sieht das durchschnittliche Keilriemen wechseln Intervall aus? Außerdem zeigen wir dir, wie du am besten sparen und einen kostenlosen Werkstattvergleich durchführen kannst.

Schnellüberblick: Was kostet Keilriemen wechseln in der Werkstatt?

» Ø-PREISSPANNE: 90 – 250 €

Die Keilriemen wechseln Kosten (je nach Auto auch Keilrippenriemen) setzen sich aus Materialkosten (ca. 20 – 35 €) und den Arbeitskosten für den Wechsel (ca. 70 – 215 €) zusammen. Bei den meisten Fahrzeugen ist somit mit Kosten von rund 90 – 250 € zu rechnen.

Die genauen Arbeitskosten hängen vom Fahrzeugmodell ab und davon, wie gut der Keilriemen im Fahrzeug zugänglich ist sowie vom Stundensatz der Werkstatt. Nachfolgend ein Kostenbeispiel für einen Keilriemenwechsel bei einem VW Golf 4:

Fallbeispiel: Keilriemen wechseln Kosten – VW Golf 4
Überblick
Kosten
Neuer Keilriemen, Originalteilqualität
25 – 30 €
Arbeitskosten für Austausch
95 – 130 €
Gesamtkosten
120 – 160 €
Die Keilriemenwechsel Preise variieren zudem je nach Region. Speziell in und um große Städte wie Berlin, München, Hamburg oder Köln fallen die Kosten höher aus, als in ländlicheren Gegenden. Außerdem gibt es Preisunterschiede zwischen freien Werkstätten und Vertragswerkstätten.

Wie bereits erwähnt, spielt auch das Automodell eine Rolle. Die Keilriemen wechseln Kosten für z.B. einen Peugeot 206, Volvo v70, Ford Focus oder Mercedes w168 werden also unterschiedlich hoch ausfallen. Alle auf dieser Seite aufgeführten Zahlen dienen lediglich als Richtwerte inklusive MwSt und können natürlich abweichen.

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Keilriemen wechseln Kosten: Sortiert nach Automodellen

Nachfolgend eine Tabelle mit Schätzwerten für beliebte Automodelle. Hierbei ist zu beachten, dass es selbst beim gleichen Automodell zu Abweichungen kommen kann.

Häufig ist das Keilriemen wechseln bei älteren Jahrgängen eines Automodells etwas günstiger, da der Mechaniker schneller an den Keilriemen gelangen kann. Bei neueren Fahrzeugen sind die einzelnen Teile häufig enger verbaut, was die Dauer des Austausches und somit die Arbeitskosten erhöhen kann.

Keilriemen wechseln Kosten – sortiert nach Automodellen
Automodell
Preisspanne
Alfa Romeo Guilietta • Alfa Romeo Mito • Chevrolet Spark • Chevrolet Matiz • Fiat 500 • Fiat Panda • Fiat Punto • Ford Fiesta • Ford Ka • Ford Escort • Hyundai i10 • Hyundai i20 • Kia Ceed • Kia Picanto • Kia Rio • Opel Corsa • Opel Meriva • Peugeot 206 • Peugeot 208 • Renault Clio • Renault Twingo • Seat Altea • Seat Ibiza • Smart Fortwo • Toyota Corolla • Toyota Auris • Toyota Yaris • VW Fox • VW Lupo • VW Polo • VW Up
60 – 110 €
Audi A1, S1 • Audi A3, S3, RS3 • Citroen Berlingo • Citroen C3 • Citroen C4 • Citroen Jumper • Dacia Duster • Dacia Logan • Dacia Sandero • Ford Kuga • Ford Mondeo • Honda Civic • Hyundai Tucson • Kia Sportage • Mazda CX 5 • Mercedes A Klasse • Mazda CX 3 • Mini • Nissan Qashqai • Opel Astra • Opel Insignia • Opel Mokka • Opel Vectra • Opel Zafira • Peugeot 308 • Renault Kangoo • Renault Megane • Seat Alhambra • Seat Leon • Skoda Fabia • Skoda Octavia • Skoda Roomster • Skoda Superb • Skoda Yeti • Toyota Avensis • Toyota Prius • Volvo V60 • VW Passat • VW Tiguan • VW Golf 4, 5, 6, 7
110 – 200 €
Audi A4, S4, RS4 • Audi A5, S5, RS5 • Audi A6, S6, RS6 • Audi Q2 • Audi Q5 • BMW X1 • BMW 1er • BMW 2er • BMW 3er • BMW 5er • Fiat Ducato • Ford Focus • Ford Galaxy • Mercedes B Klasse • Mercedes C Klasse • Mercedes E Klasse • Mercedes GLK, GLC • Opel Insignia • Porsche 911 • Seat Alhambra • VW Caddy • VW Sharan • VW Touran • VW T5
200 – 300+ €

Können Zusatzkosten beim Keilriemenwechsel anfallen?

In den meisten Fällen ist es zwar ausreichend nur den Keilriemen zu wechseln, gelegentlich macht aber auch ein zusätzlicher Wechsel von Umlenkrolle und Spannrolle Sinn, da die Materialkosten im Vergleich zu den Arbeitskosten gering sind.

Wenn der Mechaniker also schon alles fertig ausgebaut hat, fallen die Zusatzkosten gering aus und man kann hierbei noch etwas Geld sparen. Das aufwendigste ist nämlich immer das Freilegen der einzelnen Teile.

» Zusätzlich Spannrolle und Umlenkrolle wechseln

+ 50 bis 100 €

Das Ganze macht natürlich nur Sinn, wenn die Teile ebenfalls verschleißt sind. Anders ist es, wenn wenn der Keilriemen gerissen ist. Hierbei kann es auch zu Schäden an Nebenaggregaten wie Wasserpumpe, Servopumpe und Lichtmaschine kommen. Die Kosten würden dabei deutlich höher ausfallen.

Was ist der Keilriemen und was ist seine Funktion im Auto?

Der Keilriemen (oder Keilrippenriemen) ist ein bis zu 160 cm langer, aus Gummi bestehender Riemen, welcher sich zwischen Spann- und Umlenkrolle befindet. Er ist dafür verantwortlich, die Kraft vom Motor auf die Nebenaggregate zu übertragen. So betreibt der Keilriemen, neben der Lichtmaschine u.a. auch die Wasserpumpe, die Hydraulikpumpe, die Servolenkung und den Lüfter.

Keilriemen gerissen: Ursachen, Defekt und Folgen

Wie kommt es zu einem gerissenen Keilriemen? Zunächst einmal muss erwähnt werden, dass moderne Keilriemen und Keilrippenriemen äußerst widerstandsfähig sind und ein defekter / gerissener Keilriemen eher selten vorkommt.

Der Keilriemen ist jedoch ein Verschleißteil, welches sich aufgrund von Reibung mit der Zeit abnutzt. Dadurch verringert sich die Dicke des Gummis immer weiter, wodurch ein gerissener Keilriemen erst möglich wird. Es wird deshalb empfohlen, sich stets an die vorgeschriebenen Wechselintervalle zu halten, um einen gerissenen Keilriemen zu vermeiden.

Auch, weil sich die Folgen eines gerissenen Keilriemens in den Kosten wiederspiegeln: Wenn es zu Schäden an Nebenaggregaten wie Wasserpumpe, Servopumpe und Lichtmaschine gekommen ist, können die Reparaturkosten deutlich höher ausfallen.

Keilriemen defekt – Symptome

Um teure und ärgerliche Folgeschäden zu vermeiden, ist es wichtig, frühzeitig Anzeichen / Symptome eines gerissenen Keilriemens zu erkennen. Dabei ist es möglich, dass ein gerissener Riemen (vor allem, wenn dies während der Fahrt passiert) im ersten Moment unbemerkt bleibt. Folgende Symptome deuten auf einen Defekt hin:

1. Motor-Temperaturanzeige leuchtet auf

Ein wichtiger Hinweis ist der Temperaturanstieg im Motor. In modernen Fahrzeugen befindet sich eine Motortemperatur Anzeige, die im Falle einer Erhöhung der Motortemperatur (rot) aufleuchten wird

2. Quietschende Geräusche aus dem Motorraum

Ein auffälliges Symptom von gerissenen Keilriemen ist ein Quietschen aus dem Motorraum. Ein solches Quietschen lässt sich in vielen Fällen auf einen defekten Keilriemen zurückführen.

HÄUFIGES ANZEICHEN: QUIETSCHEN AUS DEM MOTORRAUM

3. Lenken wird schwieriger

Da die Lichtmaschine nicht mehr funktionsfähig ist, erhält die Servolenkung keine Energie mehr und es wird deutlich schwieriger das Fahrzeug zu lenken.

4. Batterie Warnlicht leuchtet auf

Auch wenn das Batterie Warnlicht aufleuchtet, kann dies ebenfalls mit einem Keilriemen Defekt zusammenhängen. Es sollte zeitnah eine Werkstatt aufgesucht werden.

5. Bei optischer Prüfung: Kleine Risse erkennbar

Wenn bei einer optischen Prüfung kleine Risse im Keilriemen erkennbar ist, sollte dieser ebenfalls zeitnah gewechselt werden. Bei derart starken Verschleißspuren, wird er sehr wahrscheinlich bald reissen.

Keilriemen gerissen: Weiterfahren noch möglich?

» NICHT EMPFOHLEN!

Anders als bei anderen defekten Autoteilen, kann man mit einem gerissenen Keilriemen zwar noch weiterfahren, es wird aber empfohlen, den Wagen nur noch ausrollen zu lassen und diesen dann sicher abzustellen.

Was passiert, wenn man mit einem defekten / gerissenen Keilriemen noch weiterfährt?

» Elektronik kann ausfallen

Der Keilriemen treibt auch die Lichtmaschine und diese startet die Autobatterie. Ohne Lichtmaschine laufen elektrisches Zubehör wie Klimaanlage, Radio oder Stromanschlüsse nur noch mit der übrigen Restenenergie der Autobatterie. Ist diese aufgebraucht, schaltet bei den meisten (neueren) Autos dann die gesamte Elektronik aus, um das Fahrzeug vor schwerwiegenden Schäden zu schützen.

» Motor kann überhitzen

Der Keilriemen treibt auch die Wasserpumpe an. Ohne funktionsfähige Wasserpumpe kann der Motor nicht mehr ausreichend gekühlt werden. Es kommt zeitnah zu einer Überhitzung.

» Auto lässt sich schwerer lenken

Da der Keilriemen auch die Servopumpe antreibt, kann diese keinen hydraulischen Druck mehr erzeugen und die Servolenkung fällt dadurch aus. Lenken wird schwieriger und unsicherer.

Es ist also nicht nur eine schlechte (und gefährliche) Idee, mit einem gerissenen Keilriemen weiterzufahren, die Folgeschäden können zudem sehr teuer werden.

Keilriemen wechseln – Intervall

» ALLE 70.000 – 100.000 KM / ALLE 7 JAHRE

Der Keilriemen sollte etwa 70.000 – 100,000 km oder nach 7 Jahren (das, was zuerst eintrifft) gewechselt werden. Eindeutig kann diese Frage aber nicht beantwortet werden. Ein Keilriemen kann auch deutlich länger halten. Es lohnt sich aber z.B. im Rahmen einer Inspektion ihn regelmäßig einer optischen Prüfung zu unterziehen. Hierbei lässt sich frühzeitig einen Verschleiß anhand von Rissen oder porösen Stellen erkennen.

Keilriemen wechseln – Dauer in der Werkstatt

» CA. 30 – 120 MINUTEN

Die durchschnittliche Dauer für das Keilriemen wechseln beträgt nicht mehr als 30 – 120 Minuten, sofern keine weiteren Arbeiten notwendig sind. Das Keilriemen wechseln geht also erstaunlich schnell, wenn man es mit anderen Autoreparaturen vergleicht. Das liegt daran, dass der Keilriemen vergleichsweise schnell und einfach zugänglich ist und nicht erst viele Teile vorher aufwendig ausgebaut werden müssen.

Anders sieht es jedoch aus, wenn der Keilriemen gerissen ist und Schäden an den Nebenaggregaten entstanden sind. Die Dauer der Reparatur kann dann mehrere Stunden in Anspruch nehmen, wenn weitere Teile mit ausgetauscht werden müssen.

Keilriemen wechseln Anleitung – So wird’s gemacht

Für alle, die es interessiert: Hier eine Videoanleitung für einen Keilriemenwechsel. Dies sollte wirklich nur von Profis mit entsprechender Kfz-Erfahrung durchgeführt werden. Allen Anderen empfehlen wir einen Profi-Wechsel in der Fachwerkstatt.

5 Tipps, um beim Keilriemen wechseln zu sparen!

1. Die passende Werkstatt wählen

Grundsätzlich steht man immer vor der Entscheidung, ob man seinen Keilriemenwechsel in einer freien- oder einer Vertragswerkstatt durchführt. Warum das wichtig ist? Die richtige Wahl kann die Kosten niedriger ausfallen lassen.

Vertragswerkstätten sind zwar meist teurer, können aber aufgrund ihrer spezifischeren Fachkenntnisse bei manchen Automodellen schneller durchführen, was denn größten Kostenfaktor senkt: Die Arbeitskosten. Dies trifft vor allem auf neuere oder seltenere Fahrzeuge zu.

Bei älteren und sehr gängigen Fahrzeugen punktet im Preis-Leistungs-Verhältnis häufig die freie Werkstatt. Es lohnt sich auch immer vorher nach der wahrscheinlichen Reparaturzeit zu fragen und auch abzusprechen, ob weitere Teile wie z.B. die Spann- und Umlenkrolle mit ausgewechselt werden sollen.

2. Auf Marken-Keilriemen setzen

Das mag paradox klingen, aber wer auf teurere Keilriemen in Originalteilqualität setzt, spart am Ende Geld. Qualitative Marken-Keilriemen haben eine höhere Lebensdauer als No-Name Teile.

3. Frühzeitiger Keilriemenaustausch kann viel Geld einsparen

Wer frühzeitig, d.h. innerhalb der empfohlenen Intervalle wechselt, kann sich viel Geld und Ärger sparen. Niemand möchte teure Folgeschäden bei einem gerissenen Keilriemen erleben.

4. Festpreis vereinbaren

Es kann immer mal wieder zu unvorhersehbaren Komplikationen kommen, welche den Austausch länger dauern lassen, als erwartet. Damit sich das nicht in stark gestiegenen Arbeitskosten widerspiegelt, sollte man nach Möglichkeit immer einen Festpreis vereinbaren.

5. Preisvergleich durchführen!

Selbst in der gleichen Stadt können die Keilriemenwechsel Kosten von Werkstatt zu Werkstatt deutlich abweichen. Um sich Zeit und Arbeit zu sparen und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis ausfindig zu machen, lohnt es sich vor jedem Werkstattbesuch einen Angebotsvergleich durchzuführen und die Preise in deiner Nähe zu vergleichen. Den Angebotsvergleich kannst du hier auf der Seite durchführen.

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